Wissenschaftskommunikation für Transfer

Wie kann Wissenschaftskommunikation den ergebnisorientierten Transfer befördern?

April 2021

Zusammenfassung

Wissenschaftskommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil von Wissenstransfer. Doch wie kann Wissenschaftskommunikation den ergebnisorientierten Transfer zwischen unterschiedlichen Gruppen von Stakeholdern befördern, um Innovationsprozesse zu stärken? Und welche Formate eignen sich dafür? Zwar existiert eine Fülle von Forschungsarbeiten zu unterschiedlichen Formate, die einen bi- oder multidirektionalen und offenen Austausch über wissenschaftliches Wissen zwischen verschiedenen Akteur*innen ermöglichen sollen. Doch nur wenige dieser Arbeiten fokussieren sich auf Wissenschaftskommunikation als Facilitator oder Motor von Innovationsgeschehen. Außerdem fehlt häufig eine solide empirische Basis, die es ermöglicht, Formate zu skalieren, auf andere Anwendungsfälle zu übertragen und klare Erfolgskriterien zu identifizieren.

Vorgehen

Meine Studie verfolgt das Ziel, diesen Mangel an verlässlicher, evidenzbasierter Forschung zu schließen. Die Studie stellt Wissenschaftskommunikationsformate zusammen, die innovationsgerichteten Wissenstransfer zwischen unterschiedlichen Sektoren der Quadruple Helix (Carayannis & Campbell 2009) mit Fokus auf die Schnittstelle zwischen institutionalisierter Forschung und Zivilgesellschaft ermöglichen und befördern. Meine Studie nutzt einen Mixed-Methods-Ansatz, der Desktop Review, Systematic Literature Review (SLR) und Typologiebildung kombiniert. Dieser Ansatz ermöglicht es, Formate der Wissenschaftskommunikation zu identifizieren und zu analysieren, die evidenzbasiert beforscht und/oder in der Praxis validiert wurden.

Ausblick

Die Studie liefert eine verlässliche Zusammenstellung von Formaten, die von Transferstrateg*innen in Forschungsorganisationen wie der Fraunhofer-Gesellschaft als Instrumente für die Gestaltung von innovationsgerichteten Wissenstransfer eingesetzt werden können. Derzeit befindet sich die Arbeit in der Phase der Literaturerhebung und -auswertung. Ergebnisse werden im dritten Quartal 2021 erwartet.

Dr. Konstantin Kiprijanov

Verantwortlicher wissenschaftlicher Referent
TU Berlin

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